Hundetrainer – Nur wie?

HundetrainerHundetrainer sein, das klingt nach Traumberuf, Zeit mit der Ausbildung von Hunden zu verbringen ist für viele sicherlich ein Wunschtraum. Auch einer, der sich eigentlich sehr schnell verwirklichen lässt, aber wenn Sie ein wenig Anspruch an sich selbst haben, werden Sie nach einer geeigneten Ausbildung suchen.

 

Ausbildung zum Hundetrainer? Aber wie?

Der Regelfall ist eine Ausbildung zum Hundetrainer in Gruppen, eine sehr theoretisch verkopfte Situation. In einigen moderneren Schulen wird allerdings im Verhältnis 1:1 mit Mensch -Hundegepannen trainiert. Da ist eben auch ganz viel Praxis! Mit maximal 3 Auszubildenden zu den Hundetrainern setzen sich diese Ausbilder eine klare Obergrenze.

Hundetrainer – Vorteile dieser Ausbildung

Die Lehrer können die Auszubildenden sehr individuell dort abholen, wo sie ihrem Erfahrungs- und Kenntnisstand nach sind. Ebenso variabel können Lerntempo und Ausbildungsschwerpunkte gesetzt werden. Außerdem planen die Lehrer meist gemeinsam mit den Auszubildenden die Unterrichtsinhalte und berücksichtigen die Wünsche der Auszubildenden.
Weniger flexibel sind die Ausbildungen bzgl. der Ausbildungszeiten. Als reine Wochenendkurse ist die Ausbildung wegen der großen Nachfrage nicht mehr zu machen.

Das Kennenlernen der Ausbildung

Nicht unterschätzen sollten Sie die Inhalte dessen, was Sie lernen. Deshalb sollten Sie vor Ihrer Entscheidung, eine Ausbildung zum Hundetrainermachen zu wollen, Kennenlernseminare besuchen. Diese bestehen in der Regel aus einem Praktikums und Hospitationstag und einem Gesprächstag, an welchem Sie mit den Lehrern Gespräche führen können über Ihre Ziele und zeitlichen Pläne. Ob Sie genommen werden, entscheidet sich nach diesen zwei Tagen. Danach haben Sie die Möglichkeit, sich für die Ausbildung zum Hundetrainer zu entscheiden. Normalerweise sollten Sie darauf achten, dass hinter dem Ausbildungskonzept kein Franchisekonzept steht, sondern Sie nur das bezahlen, was sie wirklich lernen können.

Minimum der Ausbildungszeit

Damit Sie aber Sicherheit für Ihre zukünftige Tätigkeit erhalten, berechnen die Hundetrainerschulen als Minimum 40 Unterrichtstage. In dieser Zeit werden Sie in theoretischer und praktischer Hinsicht ausgebildet. Konkret wird sich der Unterrichtsplan immer an den Hunden orientieren, die gerade zur Verfügung stehen. Besonders dann, wenn ein besonders auffälliger Hund vorhanden ist, werden viele Inhalte sich an diesem interessanten Fall in Theorie und Praxis ausrichten.

Ausbildungsinhalte

Zum einen müssen Sie unterrichtet werden über alle rechtlichen finanziellen, organisatorisch-planerischen Fragen rund um die Gründung einer Hundeschule. Zum anderen erfahren Sie eine profunde Ausbildung am Tier selbst. Der an der Schleppleine gehende Hund, Arbeit mit dem Halti etc. stehen hier im Mittelpunkt, Zusätzlich werden Fragen beantwortet danach wie Alltagserziehung beim Hund stattfinden sollte.
Welpenschule, Umgang mit Problemhunden, die sich Menschen gegenüber aggressiv verhalten. Umgang mit dem Jagdtrieb des Hundes, Füttern des Hundes und psychische Verstärkung gewünschter Handlungen gehören ebenfalls zum Ausbildungsprogramm.

Hundetrainer als Fernlehrgang

Wenn ihnen für die vorgestellten Konzepte die Lust oder die Zeit fehlt, können Sie die Ausbildung zum Hundetrainer auch als Fernlehrgang absolvieren.
Sie lernen von der Pieke auf das Verhältnis von Mensch und Hund kenn, das seit Jahrtausenden besteht. Sie lernen alles über Hunderassen und typische Verhaltensweisen. Einen Hund artgerecht zu halten, heißt vieles zu wissen und für ihn zu entscheiden. Hundeerziehung ist das eine, Verhaltenskorrektur, wenn der Mensch in der Erziehung zu schwach war, das andere.

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{ 2 Kommentare… lies sie unten oder füge einen hinzu }

Klaus Oktober 18, 2012 um 15:51

40 Tage Ausbildungsdauer ist doch schon mal eine ganz gute Basis. Das hinter einer Hundetrainerausbildung kein Franchisekonzept stehen darf hängt a) von der Ausbildungsfinanzierung und b) auch vom Franchisekonzept ab. Bisher kenne ich kein wirklich langfristig tragfähiges Franchisekonzept für Hundetrainer – aber natürlich existieren welche.

Eine Hundetrainerausbildung in Kleingruppen (3 Personen) ist sicher sehr empfehlenswert, aber vielfach nicht zu finanzieren. Wer möchte schon 10.000 € und mehr für 40 Ausbildungstage bezahlen. Die Mehrheit sicherlich nicht. Ein guter Ausbilder hat aber eben auch seinen Preis und natürlich auch seine Kosten.

Wie eine Ausbildung komplett im Fernlehrgang absolviert werden soll in diesem Bereich bleibt mir allerdings völlig verschlossen. Da wäre etwas mehr Aufklärung notwendig.

Klaus

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Doris September 24, 2013 um 08:07

Für ein vernünftiges Training muss einfach genug Zeit vorhanden sein. Wer glaubt, eine solche Ausbildung innerhalb von wenigen Tagen zu absolvieren, der steht ganz weit von der Realtität entfernt, denn am Ende hilft eine schnelle Lernphase werder dem Hund noch dem Halter.

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